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Vernissage am Freitag, 10. Juni 2011 - 19.30 Uhr

“wahrnehmen — 7 x 7 sein — wahrgeben”
Herzliche Einladung zur Ausstellung im Lebensraum Kunst Hohenbrunn vom 10.Juni - 10.Juli 2011
„Den nur das Gegenwärtige ist
wahrnehmbar, so wie jedes
Wahrnehmen ein wahrgebendes
Gegenwärtigen ist.“
Jean Gebser - Ursprung & Gegenwart
“Es ist nicht unsere Aufgabe,
einander näher zu kommen, so wenig
wie Sonne und Mond zueinander kommen
oder Meer und Land.
Unser Ziel ist, einander zu erkennen
und einer im anderen das zu sehen und
ehren zu lernen, was er ist:
des andern Gegenstück und Ergänzung“

Hermann Hesse aus Narziß und Goldmund

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Farbfeldmalerei

Farbfeldmalerei

Ausgehend von den amerikanischen Einflüßen, sowie der Gedankenwelt des aus Deutschland emigrierten Josef Albers entwickelte sich diese Kunstform als eine der ersten eigenständigen außereuropäischen Kunstrichtungen über alle Grenzen hinweg.

(Quelle: Deutsche Guggenheim) “(…)  In den Fünfzigern und Sechzigern begannen sich viele junge amerikanische Vertreter der abstrakten Malerei vom Kanon des Abstrakten Expressionismus und seiner Betonung des Gestischen und Emotionalen abzukehren. Dabei wandten sie sich zwei Hauptrichtungen zu: einer radikal optisch orientierten Ausdrucksweise, die später unter dem Begriff “Color Field Painting/ Farbfeldmalerei” bekannt wurde, und der “Pop-Art”, die die Bilder der Massenmedien zu einem neuen Stil verarbeitete.
Während sich die Pop-Art dabei kontinuierlich auf aktuelle Phänomene bezog, indem sie die Bilder der Konsumgesellschaft neu interpretierte, distanzierte sich die Farbfeldmalerei bewusst von jeglichen gesellschaftlichen Bezügen, um sich ganz auf das emotionale Potential der Farbe zu konzentrieren.

Für diese Malerei, die erstmals seit dem Impressionismus wieder der optischen Wirkung von Bildern den Vorrang über Inhalt und Form gab, hat die amerikanische Kunstgeschichte gleich eine Vielzahl neuer Begriffe gefunden: Abstract Sublime, Cool Art, Hard Edge-Malerei, Lyrische Abstraktion und Post Painterly Abtraction. Bereits zur Zeit ihrer Entstehung erwarb das Solomon R. Guggenheim Museum, New York, mehrere Werke der Farbfeldmalerei, die es in den sechziger und siebziger Jahren in richtungweisenden Ausstellungen präsentierte. Darunter etwa 1961 die SchauAmerican Abstract Expressionists and Imagists, die eine Übersicht über die damals aktuellen Trends in der Kunst bot und deutlich machte, dass die New Yorker Szene weit mehr zu bieten hatte als nur die gestische Malerei des Action Paintings. Kurator der Ausstellung war der Kunsthistoriker H. H. Arnason, der unter den gezeigten Künstlern besonders die Arbeiten von Hans Hofmann und Mark Rothko wegen ihrer Vorliebe für geometrische, monochrome Farbflächen hervorhob. Zahlreiche Ausstellungen zur Farbfeldmalerei folgten, darunter so bedeutende wie die 1964 von Clement Greenberg kuratierte Post Painterly Abstraction im Los Angeles County Museum of Art und Lawrence Alloways Systemic Painting im Guggenheim Museum 1966.

Auch die dreizehn hier gezeigten Künstler waren in den damaligen Präsentationen vertreten. Sie verdeutlichten die neuen Wege, die die Abstraktion eingeschlagen hatte, während zur selben Zeit die Pop-Art die amerikanische Kunstszene beherrschte. Manche der Künstler verwendeten dabei die Pigmente aufs Großzügigste – manchmal bedeckten sie sogar vollkommen die Leinwand. Ihre Arbeiten betonten die Flachheit des Bildes und machten keinen Unterschied zwischen Subjekt und Bildhintergrund. Die großformatigen Leinwände von Helen FrankenthalerMorris Louis und Jules Olitski veranschaulichen den für die Farbfeldmalerei charakteristischen flächigen Farbauftrag, wobei die Leinwand häufig eher mit der Farbe getränkt als bemalt wurde. Diese Künstler sowie ihre Zeitgenossen experimentierten mit den unterschiedlichen Abstufungen und der Kraft der Farbe, wobei einige weiterhin den Pinsel verwendeten, andere hingegen ihre Pigmente auf die Leinwand gossen, tupften, sprühten oder mit Rollen auftrugen – dies alles zu einem Zeitpunkt als die Vereinigten Staaten dabei waren, sich an der Energie der Jugend zu orientieren und zugleich den Versuch unternahmen, sich von der Düsternis der vorangegangenen Jahrzehnte zu befreien.”

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Kosmos Rudolf Steiner 5.2. - 22.5.2011

rudolf steinerDie dritte Station zu Ehren eines Wegbereiters des Geistigen ins nächste Jahrtausend.
“Rudolf Steiner
ist einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Reformer des 20. Jahrhunderts. In der großen Sonderausstellung »Kosmos Rudolf Steiner« stellt das Kunstmuseum Stuttgart gemeinsam mit dem Vitra Design Museum und dem Kunstmuseum Wolfsburg erstmals umfassend die kultur- und kunstgeschichtliche Bedeutung Steiners dar. Parallel findet ein umfangreiches Begleitprogramm (hier downloaden) statt, um sich der Vielseitigkeit und Komplexität des Steinerschen Wirkens zu nähern.”
Künstler/innen:

  • JAN ALBERS
  • JOSEPH BEUYS
  • TONY CRAGG
  • OLAFUR ELIASSON
  • HELMUT FEDERLE
  • MANUEL GRAF
  • KATHARINA GROSSE
  • ANIS HKAPOOR
  • KALIN LINDENA
  • SIMON DYBBROE MØLLER
  • CARSTEN NICOLAI
  • GIUSEPPE PENONE
  • BERND RIBBECK
  • CLAUDIA WIESER

© Kunstmuseum Stuttgart

Josef Albers in der Pinakothek der Moderne

Josef AlbersEin Muß für alle “Farbfeldbegeisterten” und Liebhaber echter Farb-Innovation. Der Meister aller Farbklassen zeigt auf der sehenswert gehängten Schau in der Pinakothek der Moderne, München Farbwerke und auch Experimente in Grau und so seine Begeisterung für das unendliche Feld der Farbfeld-Gestaltung.

In seiner legendären Antrittsrede im Black Mountain College meinte er: “I wanna open eyes” – was ihm in dieser gezeigten Schau wohl wieder gelingen wird. Der Besucher sollte aber genügend Zeit einplanen, da sich dem flüchtigen Sehen nicht allzuviel entschlüsseln will. Das SCHAUEN ist hier gefragt.

Zum Künstler
Pinakothek der Moderne München

Pinakothek der Moderne München

Josef Albers, stellvertretender Bauhaus Direktor (1930-1933)  emigrierte 1933 mit seiner Frau in die USA, als die Nazis nach das Bauhaus schlossen.  In Amerika wurde er ans Black Mountain College in North Carolina gerufen, wo er von 1933 – 1949 tätig war. Legendär sind seine Ausführungen zu den Gesetzmäßigkeiten von Farbwirkungen. Farbfelder, aufgetragen in fast immer der gleichen Formensprache macht er dem Betrachter bewußt, wie relativ die einzelne Farbe in ihrer Wirklichkeit ist. Nichts ist gewisser als der Wandel.

color fields

Farbfeldmalerei (color fields) im Deutschen Guggenheim Museum

22.Oktober 2010 - 10.Januar 2011
(Quelle: Deutsche Guggenheim) “(…)  In den Fünfzigern und Sechzigern begannen sich viele junge amerikanische Vertreter der abstrakten Malerei vom Kanon des Abstrakten Expressionismus und seiner Betonung des Gestischen und Emotionalen abzukehren. Dabei wandten sie sich zwei Hauptrichtungen zu: einer radikal optisch orientierten Ausdrucksweise, die später unter dem Begriff “Color Field Painting/ Farbfeldmalerei” bekannt wurde, und der “Pop-Art”, die die Bilder der Massenmedien zu einem neuen Stil verarbeitete.Jules Olitski - © Jules Olitski/VAGA, New YorkWährend sich die Pop-Art dabei kontinuierlich auf aktuelle Phänomene bezog, indem sie die Bilder der Konsumgesellschaft neu interpretierte, distanzierte sich die Farbfeldmalerei bewusst von jeglichen gesellschaftlichen Bezügen, um sich ganz auf das emotionale Potential der Farbe zu konzentrieren.

Für diese Malerei, die erstmals seit dem Impressionismus wieder der optischen Wirkung von Bildern den Vorrang über Inhalt und Form gab, hat die amerikanische Kunstgeschichte gleich eine Vielzahl neuer Begriffe gefunden: Abstract Sublime, Cool Art, Hard Edge-Malerei, Lyrische Abstraktion und Post Painterly Abtraction. Bereits zur Zeit ihrer Entstehung erwarb das Solomon R. Guggenheim Museum, New York, mehrere Werke der Farbfeldmalerei, die es in den sechziger und siebziger Jahren in richtungweisenden Ausstellungen präsentierte. Darunter etwa 1961 die Schau American Abstract Expressionists and Imagists, die eine Übersicht über die damals aktuellen Trends in der Kunst bot und deutlich machte, dass die New Yorker Szene weit mehr zu bieten hatte als nur die gestische Malerei des Action Paintings. Kurator der Ausstellung war der Kunsthistoriker H. H. Arnason, der unter den gezeigten Künstlern besonders die Arbeiten von Hans Hofmann und Mark Rothko wegen ihrer Vorliebe für geometrische, monochrome Farbflächen hervorhob. Zahlreiche Ausstellungen zur Farbfeldmalerei folgten, darunter so bedeutende wie die 1964 von Clement Greenberg kuratierte Post Painterly Abstraction im Los Angeles County Museum of Art und Lawrence Alloways Systemic Painting im Guggenheim Museum 1966.

Auch die dreizehn hier gezeigten Künstler waren in den damaligen Präsentationen vertreten. Sie verdeutlichten die neuen Wege, die die Abstraktion eingeschlagen hatte, während zur selben Zeit die Pop-Art die amerikanische Kunstszene beherrschte. Manche der Künstler verwendeten dabei die Pigmente aufs Großzügigste – manchmal bedeckten sie sogar vollkommen die Leinwand. Ihre Arbeiten betonten die Flachheit des Bildes und machten keinen Unterschied zwischen Subjekt und Bildhintergrund. Die großformatigen Leinwände von Helen Frankenthaler, Morris Louis und Jules Olitski veranschaulichen den für die Farbfeldmalerei charakteristischen flächigen Farbauftrag, wobei die Leinwand häufig eher mit der Farbe getränkt als bemalt wurde. Diese Künstler sowie ihre Zeitgenossen experimentierten mit den unterschiedlichen Abstufungen und der Kraft der Farbe, wobei einige weiterhin den Pinsel verwendeten, andere hingegen ihre Pigmente auf die Leinwand gossen, tupften, sprühten oder mit Rollen auftrugen – dies alles zu einem Zeitpunkt als die Vereinigten Staaten dabei waren, sich an der Energie der Jugend zu orientieren und zugleich den Versuch unternahmen, sich von der Düsternis der vorangegangenen Jahrzehnte zu befreien.”

8 Künstler Übersicht (PDF)

Helen Frankenthaler, Morris Louis, Frank Stella, Mark Rothko, Gene Davis, Hans Hofmann, Raymond Parker, Jules Olitski,

Farbfeld Malerei 2010

Neueste Arbeiten aus dem Farbfeld Atelier Stanko. Das Suchen nach tiefen Farbspannungen, nach dem Klang von Seelenfarben führt an unbeschreibliche Grenzen, an weite Ufer und brandende Klippen voller Wucht und Präsenz.

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Einsamkeit

“Mir geht es mit der Einsamkeit wie anderen mit dem Segen der Kirche. Sie ist für mich ein Gnadenlicht. Ich mache nie hinter mir die Tür zu, ohne mir bewußt zu sein, daß ich damit für mich eine Tat der  Barmherzigkeit vollbringe.

EinsamkeitCantor veranschaulichte seinen Schülern den Unendlichkeitsbegriff, indem er erzählte, es sei einmal ein Mann gewesen, der ein Hotel mit einer unendlichen Zahl von Zimmern gehabt habe, und das Hotel sei voll belegt gewesen. Dann sei noch ein Gast gekommen. Der Wirt habe den Gast von Zimmer eins nach Nummer zwei, den von Nummer zwei nach Nummer drei, den von drei nach vier verlegt und so fort. Damit sei das Zimmer Nummer eins für den neuen Gast frei geworden. Was mich an dieser Geschichte freut, ist die Tatsache, daß alle Beteiligten, die Gäste und der Wirt, es ganz in Ordnung finden, eine unendliche Anzahl von Operationen durchführen zu müssen, damit ein einzelner Gast in einem Zimmer für sich Ruhe und Frieden finden kann. Das ist eine große Verbeugung vor der Einsamkeit.” 
(aus: Fräulein Smillas Gespür für Schnee von Peter Hoeg - 1994 Carl Hanser Verlag München)

Einsamkeit

Farbfelder (colorfield painting) Ausstellung

Westpfalz Klinikum Kaiserslautern - 30.04. - 22.08. 2010 (Bildergalerie 

Mit dieser Ausstellung bekommt “kunst-heilen” erneut eine weitere Bedeutung. “Entschleunigung” und Durchatmen in einer Zeit, wo der Körper aufgefordert ist zu Regeneration und Neuaufbau, wo der Geist und die Seele zur Ruhe kommen sollten, wo Zeit nicht den Takt des Seins bestimmt, sondern alle Kräfte darauf ausgerichtet werden, eine Krise innerlich und äußerlich zu bewältigen. Eine Zeit, in der der Schmerzkörper das gesamte Sein bestimmt, im Vordergrund steht und deshalb aufmerksam studiert werden kann. Die geistige Schau auf diese wirkenden Seelenkräfte kann die Wirksamkeit des Schmerzkörpers annehmen, integrieren um danach nicht mehr von ihm bestimmt zu werden. So kann ein Aufenthalt in einer Klinik betrachtet werden.

Zur Innenschau gesellt sich hier die Möglichkeit einer Außenschau in einer Ausstellung, in Form von Kunst. Diese gründet in achtsamer “Bildbetrachtung”. Farbfelder in Seelenfarben dienen dem aufmerksamen Auge und der unruhigen Seele im Langsam-Werden und “Inne-Halten”. Oder sie beunruhigen durch dunkle Farbflächen und schaffen dabei eine andere Aufmerksamkeit. Wo Ängste sichtbar (”bedrohliche dunkle Fläche”, “negativ wirkender dunkler Rand”, “positives, helles Blau”…) und bewußter werden besteht die Aussicht ihre Kraft zurück zu drängen. Sich frei von Setzungen zu machen, die gelernt aber nicht unbedingt wahr sind. Zumindest überdacht werden sollten, um frei zu werden. Nicht umsonst spricht Rudolf Steiner von Heilkunst, wenn er sich auf dem Feld der Medizin bewegt. Wo es um Gesundung geht, sollte da nicht der Mensch immer in seiner Ganzheit betrachtet werden. Und so kann Kunst zur Gesundung beitragen, indem sie den Menschen dort anspricht, wo der rationale Gedanke nicht hinreicht.

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Impressionen aus der aktuellen Ausstellung Facttenreich 2010

rote-wand-2 Sie sehen mehr als 70 Bilder und dazu noch an die dreissig Glasobjekte im Erdgeschoß. Dazu weitere Arbeiten auf der Empore und am Kunstsinnigen Sonntag weitere Bilder in Aquarell, Acryl, Öl, Mischtechnik und Zeichnungen in den Ateliers. Die KünstlerInnen und Künstler sowie das Team des Lebensraums freuen sich auf Ihren Besuch. Auf anregende Gespräche mit dem Publikum und einen regen Austausch.

Impressionen aus der aktuellen Facettenreich Ausstellung 2010

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